Den Umzugsmarathon haben wir nun endlich hinter uns! Eine Viertelstunde vor Wohnungsübergabe hatten wir den letzten Kleinkram ins Auto gestopft, direkt danach durfte ich noch eine 6-Stunden-Schicht antreten und erst abends gegen elf konnte ich nach 40 Stunden auf den Beinen endlich friedlich, neben Uti und einigen Tüten Krupuk vom Lieferservice bei laufendem Möchtegern-Gruselfilm (The Grudge 2 - uuuuuh!), einschlummern.
Nun leben wir also in unserer "glitzrigen" 61m²-Altbau-Wohnung in Pankow zwischen Kartons und Pokémon-Tüten (Mitbringsel von meiner Arbeit). Entgegen meiner Gewohnheit, mich immer etwas abzugrenzen und auf meine Privatssphäre zu bestehen, lasse ich momentan sogar zum Schlafen meine Zimmertür offen, da ich ansonsten den nächtlichen Erstickungstod befürchte. Ist schon ziemlich voll hier...


Als schicke Erinnerungen an diese relativ stressige Woche trage ich nun an jedem Körperteil mindestens einen blauen Fleck. Eine besonders hohe Konzentration dieser hübschen bunten Hämatome findet sich an meinen unteren Gliedmaßen - eine Folge vom Schleppen zu vieler zu schwerer Kartons und dem Versuch, zwei Fahrräder gleichzeitig zur neuen Wohnung zu fahren, welcher letztendlich geglückt ist, aber eben nicht ohne mich einmal zwischen den beiden Drahteseln langzumachen.

Ziele für die nächsten Wochen:
- diese Müllhalde von Wohnung in einen wohnlichen Ort verwandeln
- erfolgreich einen BAföG-Antrag stellen
- ein Seminar zur Alkoholpolitik ohne Förderung stattfinden lassen
- mein Studium ohne Pannen beginnen
- einen erträglichen und ertragreichen Studentenjob finden
- alle freien digitalen Fernsehsender über eine Zimmerantenne empfangen
- unbedingt ein geeignetes Tattoo-Motiv für mich finden!
Ist doch schön, wenn man etwas zu tun hat.